top of page
1000036901.png
Bonobomining Header
X_icon.svg.webp
5% Bonobo-Rabatt mit dem Ehrencode: BONOBO

Bitcoin-News machen Angst – während GoMining einfach weiterbaut?

Autorenbild: Bonobomining
Bonobomining
9. Aug.
7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Aug.


Mining unter druck Bonobo denkt nach


Wer derzeit durch die Bitcoin-News scrollt, bekommt nicht unbedingt Lust, sofort Champagner kaltzustellen.

Bitcoin handelt aktuell bei rund 64.800 US-Dollar. Gleichzeitig steht die klassische Mining-Branche erheblich unter Druck. Die Einnahmen pro Recheneinheit sind niedrig, ältere Mining-Hardware wird zunehmend unrentabel und einige der größten börsennotierten Miner orientieren sich inzwischen teilweise Richtung AI und High Performance Computing.

Kurz gesagt: Die Stimmung könnte besser sein.

Doch wer parallel verfolgt, was bei GoMining passiert, bekommt momentan ein überraschend anderes Bild präsentiert.

Neue Produkte, neue Bitcoin-Payment-Infrastruktur, eine technische Premiere mit Stratum V2, wachsende Mining-Infrastruktur und ein Ökosystem, das zunehmend über den klassischen „digitalen Miner“ hinausgeht.

Ist bei GoMining also tatsächlich alles rosig, während rundherum der Mining-Markt kämpft?

Ganz so einfach ist es natürlich nicht.

Aber genau dieser Gegensatz ist momentan interessant.



Bitcoin bei rund 65.000 Dollar – und Miner spüren den Druck

Für Bitcoin-Miner zählt nicht ausschließlich der Bitcoin-Kurs.

Entscheidend ist unter anderem der sogenannte Hashprice. Vereinfacht gesagt zeigt er, welchen Umsatz Miner mit einer bestimmten Menge Rechenleistung erzielen können.

Und genau hier wird die aktuelle Situation unangenehm.

Hashrate Index bezifferte den Spot-Hashprice Anfang August auf nur etwa 32,10 US-Dollar pro PH/s und Tag. Gleichzeitig lag die Netzwerk-Hashrate im 7-Tage-Durchschnitt bei rund 932 EH/s. Die Bitcoin-Difficulty lag zuletzt bei etwa 126,23 Billionen.

Noch im Juni war der Hashprice zeitweise auf etwa 27,67 Dollar pro PH/s und Tag gefallen – praktisch in der Nähe historischer Tiefstände.

Das bedeutet: Der Wettbewerb um die neu geschaffenen Bitcoin bleibt massiv, während der Ertrag je Einheit Hashrate stark unter Druck steht.

CoinShares beschrieb die Lage für Miner bereits im ersten Quartal 2026 entsprechend kritisch. Nach deren Analyse waren schätzungsweise 15 bis 20 Prozent der weltweiten Mining-Flotte zeitweise nicht profitabel. Besonders Betreiber älterer oder weniger effizienter ASICs geraten bei niedrigen Hashprices unter Druck.

Und daraus entsteht ein bemerkenswerter Trend.

Bitcoin-Miner gehen plötzlich Richtung KI

Mehrere große Mining-Unternehmen investieren inzwischen massiv in AI- und HPC-Rechenzentren.

CoinShares beziffert die angekündigten Verträge im Bereich AI/HPC im Mining-Sektor auf insgesamt mehr als 70 Milliarden US-Dollar. Bei Unternehmen wie TeraWulf, Core Scientific, Cipher und Hut 8 verschwimmt dadurch zunehmend die Grenze zwischen Bitcoin-Miner und klassischem Rechenzentrumsbetreiber.

Man könnte es überspitzt formulieren:

Während Bitcoin-Mining schwieriger wird, suchen einige der größten Miner nach einem zweiten Geschäftsmodell.

Und genau an dieser Stelle wird GoMining interessant.



GoMining macht momentan offenbar das Gegenteil

GoMining diversifiziert ebenfalls.

Aber anstatt Bitcoin-Mining zugunsten eines komplett anderen Geschäftsbereichs in den Hintergrund zu drängen, versucht das Unternehmen, weitere Produkte direkt um Bitcoin und seine eigene Mining-Infrastruktur herum aufzubauen.

Das ist ein entscheidender Unterschied.

GoMining gibt inzwischen an, über 14 Millionen TH/s beziehungsweise rund 14–15 EH/s Mining-Leistung, mehr als 5 Millionen Nutzer und über 5.300 geschürfte und an Teilnehmer ausgezahlte BTC zu verfügen. Wichtig: Diese Zahlen stammen von GoMining selbst und sollten deshalb als Unternehmensangaben betrachtet werden.

Interessanter als die nackten Zahlen finde ich allerdings, was GoMining mit dieser Infrastruktur inzwischen versucht anzustellen.

Und da gab es 2026 einige ziemlich große Entwicklungen.



Bitcoin direkt bezahlen mit GoBTC pay, Bonobo bezahlt


1. GoBTC Pay: Aus Mining soll Bitcoin-Payment-Infrastruktur werden

Eine der spannendsten Entwicklungen ist für mich GoBTC Pay.

GoMining stellte das System im Mai 2026 auf der Consensus in Miami vor.

Die Idee dahinter ist ziemlich ambitioniert:

Bitcoin-Zahlungen sollen direkt on-chain, ohne verpflichtende Fiat-Konvertierung und mit einem non-custodial Ansatz möglich werden. Für den zahlenden Nutzer sollen keine Gebühren anfallen; bei Händlern nennt GoMining eine Gebühr von 0,2 Prozent.

Der entscheidende Punkt ist aber nicht die Wallet.

Es ist das Mining dahinter.

GoMining möchte seine eigene Rechenleistung nutzen, um GoBTC-Pay-Transaktionen gezielt in von GoMining beziehungsweise beteiligten Minern erzeugte Bitcoin-Blöcke aufzunehmen.

Damit versucht GoMining etwas Ungewöhnliches:

Die eigene Mining-Infrastruktur soll nicht nur Bitcoin produzieren, sondern gleichzeitig ein Zahlungsnetzwerk unterstützen.

Natürlich muss sich erst zeigen, ob sich GoBTC Pay tatsächlich in relevantem Umfang bei Händlern und Wallets durchsetzen kann.

Ein Produktlaunch allein ist noch keine Adoption.

Aber technologisch ist die Idee wesentlich interessanter als einfach nur die nächste Krypto-Debitkarte auf den Markt zu bringen.

Und im Juni folgte ein ziemlich wichtiger Proof of Concept.



Stratum V2 Mehr Kontrolle für immer. Bonobo denkt

2. GoMining + DMND: Stratum V2 schafft einen echten technischen Meilenstein

Am 25. Juni meldeten GoMining und der Mining-Pool DMND, einen Bitcoin-Block über die Job-Declaration-Funktion von Stratum V2 gemined zu haben.

Warum ist das relevant?

Bei traditionellen Mining-Pools entscheidet normalerweise der Pool darüber, welche Transaktionen in einen Block aufgenommen werden.

Stratum V2 kann diese Macht teilweise zurück zum tatsächlichen Miner verlagern.

Der Miner kann seinen eigenen Block-Template erstellen und damit selbst bestimmen, welche Transaktionen er aufnehmen möchte.

Bei diesem Block wurden unter anderem GoBTC-Pay-Transaktionen priorisiert.

Und hier haben wir nicht nur eine GoMining-Pressemitteilung.

Bitcoin Magazine berichtete ebenfalls über den Vorgang und bezeichnete ihn als den ersten bekannten Bitcoin-Block, der mithilfe der Job-Declaration-Funktion von Stratum V2 erzeugt wurde.

Das finde ich für die Bewertung wichtig.

Denn Marketingmeldungen kann jedes Unternehmen veröffentlichen.

Ein technischer Vorgang, der außerhalb des eigenen Blogs dokumentiert wird, besitzt eine andere Qualität.

Noch bedeutet ein einzelner Block natürlich nicht, dass Stratum V2 plötzlich flächendeckend verwendet wird.

Aber es zeigt:

GoMining experimentiert nicht nur mit neuen Benutzeroberflächen oder Bonusprogrammen, sondern inzwischen auch direkt auf der Infrastruktur-Ebene von Bitcoin-Mining.



3. Aus „digitalem Miner“ wird zunehmend ein ganzes Ökosystem

Wer GoMining noch aus früheren Jahren kennt, verbindet das Unternehmen wahrscheinlich hauptsächlich mit den Digital Miners.

Man kauft digitale Mining-Leistung in TH/s, dahinter arbeitet reale Mining-Infrastruktur, und daraus entstehen tägliche BTC-Rewards abzüglich Wartungskosten.

2026 ist GoMining allerdings deutlich breiter geworden.

Mittlerweile gehören unter anderem Wallet-Funktionen, Crypto Cards, Asset-Swaps, Simple Earn, Instant Funds, Miner Wars und GoBTC Pay zum Angebot.

Im April kam beispielsweise Swap Any 2 Any hinzu. Damit können unterstützte Assets wie BTC, ETH, USDT, USDC, BNB, SOL, TON und GOMINING innerhalb der GoMining-Wallet gegeneinander getauscht werden.

Bereits im Februar wurden die GoMining Cards ausgeweitet. Laut Unternehmen stehen sie in zahlreichen Ländern zur Verfügung und verbinden Kartenzahlungen mit TH-Cashback, wodurch Nutzer ihre Mining-Leistung durch Ausgaben erhöhen können.

Im Mai folgte außerdem Instant Funds. Dabei können Nutzer BTC als Sicherheit hinterlegen und Liquidität in USDT oder USDC erhalten, ohne ihre Bitcoin unmittelbar verkaufen zu müssen. Das bringt allerdings natürlich zusätzliche Risiken wie Liquidationsrisiken mit sich.

Man muss nicht jedes dieser Produkte mögen.

Aber eine Entwicklung ist schwer zu übersehen:

GoMining versucht, aus einem Bitcoin-Mining-Produkt eine Bitcoin-Plattform zu machen.



4. Und dann gibt es noch den GOMINING-Token

Natürlich gehört auch der GOMINING-Token in diese Betrachtung.

Und gerade hier sollte man nicht nur die positiven Punkte nennen.

Der Token dient unter anderem dazu, Maintenance-Kosten innerhalb des GoMining-Systems zu reduzieren und weitere Funktionen des Ökosystems zu nutzen.

Laut den aktuellen Tokenomics von GoMining werden die für Maintenance eingesetzten Token regelmäßig verbrannt. Das Unternehmen beziffert die ursprünglich ausgegebene Menge auf rund 436,9 Millionen GOMINING, wovon bis zum 7. August 2026 rund 33,27 Millionen Token dauerhaft verbrannt worden seien. GoMining nennt außerdem einen durchschnittlichen Rückgang von etwa 214.000 Token pro Woche.

Das klingt auf den ersten Blick attraktiv.

Aber:

Ein Burn-Mechanismus garantiert keine Kurssteigerung.

Der Marktpreis eines Tokens hängt weiterhin von Angebot, Nachfrage, Nutzung, Liquidität, Marktstimmung und vielen weiteren Faktoren ab.

Deshalb würde ich GOMINING auch nicht einfach mit Bitcoin gleichsetzen.

Bitcoin und der GOMINING-Token haben völlig unterschiedliche Risiko- und Wertprofile.



Ist GoMining damit unabhängig vom Bitcoin-Kurs?

Nein.

Und genau das ist vermutlich der wichtigste Punkt dieses ganzen Artikels.

Man könnte bei all den neuen GoMining-Produkten leicht den Eindruck gewinnen, dass das Unternehmen sich der schwierigen Mining-Situation irgendwie entziehen könne.

So funktioniert es aber nicht.

Digital Miner basieren weiterhin auf Bitcoin-Mining.

Damit wirken letztlich dieselben grundlegenden Faktoren, die auch jeden anderen Miner betreffen:

Bitcoin-Kurs, Netzwerk-Difficulty, globale Hashrate, Transaktionsgebühren, Stromkosten und Hardware-Effizienz.

Wenn Bitcoin fällt und gleichzeitig die Difficulty steigt, sinkt – alles andere gleich – die Wirtschaftlichkeit.

Wenn weniger effiziente Maschinen höhere Stromkosten verursachen, reduziert das die Marge.

Und wenn der Hashprice über längere Zeit extrem niedrig bleibt, kann selbst ein großer Miner diesem wirtschaftlichen Druck nicht einfach davonlaufen.

Aktuell zeigt der Markt genau dieses Problem.

Die gute Nachricht ist immerhin: Die Difficulty ist zuletzt gesunken und ein Teil weniger profitabler Hashrate wurde offenbar aus dem Netzwerk gedrängt. Das bietet effizienteren Betreibern etwas Entlastung.

Aber von einem komfortablen Mining-Umfeld kann momentan kaum die Rede sein.



Warum ich die Entwicklung bei GoMining trotzdem bemerkenswert finde

Und hier kommen wir zu dem Punkt, der mich aktuell am meisten interessiert.

In einer Zeit, in der große Bitcoin-Miner überlegen, ihre Infrastruktur stärker für AI einzusetzen, investiert GoMining weiter in Produkte, die unmittelbar an Bitcoin-Mining gekoppelt sind.

GoBTC Pay benötigt Mining-Infrastruktur.

Stratum V2 betrifft Mining.

Die Digital Miner benötigen Mining.

Der GOMINING-Token ist über Maintenance und Upgrades mit diesem System verbunden.

Selbst neue Payment-Produkte sollen teilweise wieder zusätzliche Mining-Leistung erzeugen.

Das ergibt zumindest strategisch ein relativ geschlossenes Bild.

Ob dieses Modell langfristig wirtschaftlich funktioniert, muss sich zeigen.

Aber man kann GoMining momentan schwer vorwerfen, Bitcoin-Mining nur als Marketingbegriff zu verwenden und sich im Hintergrund längst einem anderen Geschäft zuzuwenden.

Das Unternehmen baut derzeit eher noch mehr Produkte um Mining herum.



Also: Schlechte Bitcoin-News, gute GoMining-News?

So einfach würde ich es trotzdem nicht formulieren.

Bitcoin selbst funktioniert weiterhin.

Blöcke werden produziert.

Die Hashrate ist enorm.

Und niedrige Mining-Margen sind kein Fehler des Bitcoin-Netzwerks – sie sind Teil eines extrem wettbewerbsintensiven Marktes.

Die aktuelle Schwäche trifft vor allem die Ökonomie der Miner.

GoMining wiederum hat 2026 zweifellos eine ganze Reihe positiver Unternehmensmeldungen produziert.

Doch Produktankündigungen sind noch kein Beweis für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.

GoBTC Pay muss Nutzer und Händler gewinnen.

Neue Produkte müssen tatsächlich genutzt werden.

Mining-Infrastruktur muss effizient betrieben werden.

Und Digital Miner müssen sich auch unter ungünstigen Marktbedingungen rechnen können.

Genau deshalb finde ich den momentanen Vergleich so spannend.


Bonobo vor der Zukunft des minings

Mein Fazit

Die aktuelle Bitcoin-Mining-Landschaft wirkt auf den ersten Blick ziemlich düster.

Bitcoin steht bei nur rund 65.000 Dollar, der Hashprice befindet sich auf niedrigem Niveau und ein Teil der Mining-Branche sucht sein Heil inzwischen in AI-Rechenzentren.

GoMining schwimmt momentan zumindest strategisch gegen diesen Strom.

Statt weniger Bitcoin baut das Unternehmen mehr Produkte um Bitcoin herum.

GoBTC Pay ist dafür wahrscheinlich das beste Beispiel. Besonders die Kombination mit Stratum V2 zeigt, dass GoMining versucht, die eigene Mining-Infrastruktur für mehr zu verwenden als ausschließlich für das Erzeugen neuer BTC.

Ob daraus ein wirklich großes Bitcoin-Ökosystem entsteht, lässt sich heute noch nicht beantworten.

Aber während ein großer Teil der aktuellen Mining-Berichterstattung von Margendruck, Abschaltungen und AI-Pivots handelt, passiert bei GoMining gerade etwas, das man zumindest beobachten sollte.

Und vielleicht ist genau das derzeit die spannendere Nachricht:

Bitcoin-Mining befindet sich in einer seiner schwierigeren Phasen – und GoMining baut trotzdem weiter.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

„Sind die Nachrichten bei GoMining besser als bei Bitcoin?“

Sondern:

Kann GoMining gerade deshalb Marktanteile gewinnen, weil die Bedingungen für schwächere Miner so schlecht sind?

Das dürfte in den kommenden Monaten deutlich interessanter werden als die nächste tägliche Bitcoin-Kursprognose.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Bitcoin, Mining-Produkte und Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken verbunden. Angaben zu Nutzerzahlen, Mining-Kapazitäten und internen Token-Kennzahlen von GoMining stammen teilweise direkt vom Unternehmen und wurden entsprechend als Unternehmensangaben behandelt.






5% Bonobo-Rabatt mir dem Ehrencode: BONOBO

bottom of page